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Kleine Einführung zu Lily Pond

Geschrieben am 9. Mai 2009, 2 Kommentare2 Kommentare

Lily Pond in Aktion

Ich bin sicher, einige von euch kennen dieses Programm… Jene von euch, die selbst Musik machen oder schreiben. LilyPond ist fast eine „Sprache“, mit der man professionell aussehende Noten in pdf Format schreiben kann.

Die Regeln sind ganz einfach: Man erstellt eine Textdatei mit der Dateiendung ly, wo der „Code“ reingeschrieben wird. Danach „kompiliert“ man den Sourcecode mit LilyPond und man erhält eine pdf Datei. Auf Wunsch kann sogar eine midi Musikdatei generiert werden.

Noten

Notenbeispiel

Um so was erzeugen zu können muss man nur folgendes schreiben:

\relative c' {
 \key d \major
 \time 3/4

 d4 e fis
 g a4. b16 cis
 d4 e fis
 g a8 b cis4
 d2.

 \bar "|."
}

Wie man hier sieht wird zunächst die Tonart angegeben mit \key d \major → D-Dur → 2 Kreuze. Danach wird der Takt auf ein 3/4 Takt gesetzt (\time 3/4). Man kann sogar jederzeit zum Bassschlüssel wechseln mit \clef bass.

Danach kommen die Noten. Man beachte, dass man in LilyPond den englischen Namen der Noten benutzen muss, statt h muss man also b schreiben und für b bes.

c   d   e   f   g   a   b   r
cis dis eis fis gis ais bis
ces des ees fes ges aes bes

r steht für “rest”, also: „Pause“

Für Erhöhung ein is hinten dransetzen bzw. es für Erniedrigung. Wenn die Note eine Oktave höher sein muss, einfach ein ' (Apostroph) hinter den Namen setzen oder ein , (Komma) für eine Oktave tiefer.

Man muss immer die Note eine Oktave höher bzw. tiefer setzen, wenn das Intervall zu der vorherigen Note mehr als eine Quarte beträgt.

Die Dauer einer Note wird dann hinten dran gehängt: z.B. a8 b (Achtelnoten). Ein zusätzliches . (Punkt) verlängert die Note um die Hälfte ihres Wertes.

Mit \bar "|." bezeichnet man den Schlussstrich. Und mit \bar "||" einen Doppelstrich. ;)

Wer kompliziertere Sachen schreiben will, wie zum Beispiel mehrere Töne auf einem Schlag, mehrere Stimmen oder Liedtexte, Dynamik, Artikulation, sollte sich mal die riesengroße Dokumentation von LilyPond anschauen.

2 Kommentare

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  1. Fabian (10. Mai 2009, 18:15)

    Hej, interessanter Artikel. Ich hatte bisher noch nichts von LilyPond gehört. Scheint jedoch sehr umfangreich zu sein. Dauert die Einarbeitungszeit lange? Dein Beispiel scheint ja recht simpel zu sein, jedoch bin ich mir nicht sicher, ob es auch für größere Projekte geeignet ist. Zum Abschluss noch eine Frage: Schreibst du selbst Musik?

    Gruß Fabian

  2. Yichuan Shen (19. Mai 2009, 16:02)

    Also, ich schreibe eigentlich nicht selber Musik, versuche es aber mindestens *gg. Ich bin auf LilyPond gekommen, weil ich einige Stimmen von Klavier in eine Klarinettenstimme (in B) transponieren wollte… Und LilyPond kann das automatisch, wenn die Noten erst mal drin sind.

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